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Wider die Verunsicherung

Zahn, Anina

Wider die Verunsicherung

1975: Die Schweiz ist in der Krise. Um mit den steigenden Arbeitslosenzahlen umzu­gehen, wird die obligatorische Arbeitslosen­versicherung eingeführt. Zur selben Zeit entstehen selbstorganisierte Gruppen von Arbeitslosen, die sich Arbeitslosenkomitees nennen. Beharrlich protestieren sie gegen Verschlechterungen bei der Arbeitslosenversicherung, auch in den darauf folgenden Krisen der 1980er- und 1990er-Jahre.
Dieses Buch erzählt die Geschichte der Arbeitslosigkeit in einer entscheidenden Übergangsphase der Industrie­gesellschaft aus der Sicht der Betroffenen.
Was bedeutet soziale Sicherheit für Arbeitslose? Sozialstaatsgeschichte behandelte lange Zeit die Versicherungen und die institutionellen Entwicklungen. So auch bei der Arbeitslosenversicherung. Eine Geschichte der Arbeitslosigkeit kann jedoch nicht ohne die Arbeitslosen geschrieben werden. Deren Beziehung zum Sozialstaat wird deshalb am Beispiel von fünf Arbeitslosenkomitees in der Deutschschweiz und der Romandie bis zum Jahr 2002 untersucht. Wie interagierten sie mit den Behörden? Wogegen wandten sich ihre Proteste? Ihre Kritik: Der Sozialstaat sichert nicht nur, er kann auch verunsichern. Um dem entgegenzuwirken, schlossen sich Arbeitslose zusammen, ergriffen Referenden und bauten Beratungsstellen auf, die selbst Teil der Sozialpolitik wurden.

CHF 48.00

Lieferbar

ISBN 9783034016322
Sprache ger
Cover Versicherungswesen, Sozialstaat, Sozialpolitik, Arbeitslosigkeit, Krise, Politische Strukturen und Prozesse, Politische Strukturen und Prozesse, auseinandersetzen, Fester Einband
Verlag Chronos
Jahr 2021

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